Der Basistarif privater Krankenkassen

Seit dem 1. Januar 2009 müssen auch private Krankenkassen den Basistarif anbieten. Er ist den Leistungen einer gesetzlichen Krankenkasse gleichgesetzt, es fallen also auch die gleichen Zuzahlungen an. Der Beitrag misst sich an der gesetzlichen Kasse, Sie zahlen immer den Höchstsatz. Aktuell sind das 581 Euro. Familienmitglieder sind nicht eingeschlossen, Sie müssen also für Ehepartner und Kinder einen extra Vertrag abschließen. Allerdings dürfen Vorerkrankungen nicht berücksichtigt werden, es dürfen keine Leistungsausschlüsse vereinbart werden.

Privatversicherte können derzeit nur wechseln, wenn sie den Vertrag vorher abgeschlossen haben oder wenn sie das 55. Lebensjahr erreicht haben. Wer eine Rente bezieht darf ebenfalls wechseln und wer als hilfsbedürftig gilt, darf ebenfalls den Basistarif auswählen. Wenn Sie allerdings nach dem Stichtag die Kasse gewechselt haben, können Sie jederzeit zum Basistarif wechseln oder gar eine andere Krankenkasse wählen.

Der Basistarif wurde für Menschen ohne Krankenversicherung gemacht, in aller Regel lohnt sich so ein Wechsel nicht.

Wenn Sie aber aufgrund von Vorerkrankungen keine reguläre private Krankenversicherung bekommen, dann ist der Basistarif eine gute Alternative. Ein Wechsel könnte sich auch lohnen, wenn Sie bereits Risikobeiträge bezahlen oder bestimmte Krankheiten gar nicht mitversichert sind.