Gesetzliche Krankenkassen - Anbieterübersicht

Die meisten Deutschen (rund 90 Prozent) sind gesetzlich krankenversichert und können sich ihre Kasse unter den Ortskrankenkassen, den Betriebs- und Ersatzkrankenkassen aussuchen. Auch wenn deren Leistungen vielfältigen gesetzlichen Reglementierungen unterliegen, so gibt es doch große Unterschiede zwischen einzelnen Kassen. Diese arbeiten von service- bis kostenorientiert, bieten vielfältige Sonderleistungen an und punkten mit flexiblen Wahltarifen.

Gesetzliche Krankenkassen: Pflichtversicherung mit Wahlfreiheit.

Für Angestellte ist die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse Pflicht, wenn sie nicht die Versicherungspflichtgrenze im Einkommen überschreiten (2014: 53.550 Euro jährlich). Der Beitragssatz fällt mit 15,5 % vom Bruttoeinkommen (davon 8,2 % durch den Arbeitnehmer zu tragen) zwar einheitlich aus, doch die einzelnen Kassen bemühen sich um ein eigenes Profil, indem sie mit hohem Service, Zusatzleistungen, Beitragsrückerstattungen und Belohnungen für Vorsorgeuntersuchungen punkten. Zu unterscheiden ist zwischen AOKs (Allgemeine Ortskrankenkassen), Ersatzkassen und Betriebskrankenkassen. Diese gesetzlichen Kassen unterliegen zwar einheitlichen gesetzlichen Regelungen bezüglich des Beitragssatzes und der Pflicht zur gesundheitlichen Grundversorgung ihrer Mitglieder, doch sie haben sich historisch unterschiedlich entwickelt und bieten allein deshalb verschiedene Leistungen. Darunter können auch zusätzliche, außerhalb des GKV-Behandlungskataloges liegende ärztliche Leistungen sowie Prämienprogramme fallen.

Beiträge über Wahltarife sparen.

Einige GKVs bieten Wahltarife an, mit denen die Versicherten effektiv Beiträge sparen können. Sie können - ähnlich wie in der privaten Krankenversicherung - einen Selbstbehalt wählen und dafür nur einen reduzierten Beitrag bezahlen. Das lohnt sich für junge und relativ gesunde Versicherungsnehmer auf jeden Fall und hat sich in der privaten Krankenversicherung schon längst bewährt. Es kann sich lohnen, die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen einmal genauer zu betrachten und gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln.