Krankenversicherung: Zusatzpolicen gefragt

Das aktuelle System der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung genügt vielen Bürgerinnen und Bürgern nicht, um sich für den Krankheitsfall ausreichend geschützt zu fühlen. Das belegt eine aktuelle Studie von Towers Watson. Die Krankenzusatzversicherung durch eine private Police halten inzwischen viele gesetzlich Versicherte in Teilbereichen für unverzichtbar.

Preiswerte Zusatzversicherung gefragt.

Um die Leistungslücken der GKV zu schließen, gelten Zusatzpolicen seit einigen Jahren als probates Mittel, allerdings möchten die Deutschen hierfür nicht allzu viel bezahlen. Auch das belegt die Ende Januar 2014 vorgelegte Studie. Knapp jeder zweite deutsche Arbeitnehmer hat die eine oder andere Zusatzpolice oder strebt sie in naher Zukunft fest an, als wichtigste Teilbereiche gelten die Pflegevorsorge und der Zahnersatz. Die Angebote der gesetzlichen Kassen nehmen die meisten Versicherten als lückenhaft wahr, das Bedürfnis nach zusätzlicher Absicherung wächst.

Bessere Versorgung per Zusatzversicherung.

Wenn es bezüglich der Zahngesundheit oder im Pflegefall trifft, den kosten die Deckungslücken der GKV Unsummen. Doch nicht nur das befürchten gesetzlich Krankenversicherte. Sie streben vor allem schon in jüngeren Jahren eine bessere Versorgung beim Arzt an. Das betrifft sehr stark den Zahnersatz und die Zahnprophylaxe, hier erweist sich der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung als überaus dürftig. Für den Schutz kalkulieren rund 50 Prozent der Befragten etwa 15 Euro monatlich ein, ein Drittel denkt an rund 40 Euro. Das ist etwas zu wenig: Gute Zusatzpolicen kosten je nach Lebensalter um 60 bis 100 Euro, wenn sie eine umfassendere Deckung bieten sollen.