Pflegeversicherung: Welche Kosten entstehen wirklich?

Eine private Pflegeversicherung bietet Ihnen eine gute Absicherung. Im Pflegefall werden alle Kosten übernommen und Sie fühlen sich gut aufgehoben. Doch ist der Ehepartner auch genügend abgesichert? Sie sollten im Auge behalten, welche Kosten noch auf Sie zukommen, eine genaue Kostenaufstellung kann helfen.Die Pflege gehört nun einmal zum Risiko des Älterwerdens.

Die Politik bietet keine Lösung, wenn geburtenstarke Jahrgänge zum Pflegefall werden.

Wer wird die Pflege übernehmen? Wer trägt die Kosten? Diese Fragen bleiben unbeantwortet, Sie müssen schon selbst vorsorgen. Gut, wenn Sie finanziell auf sicheren Beinen stehen und sich für das Alter den einen oder anderen Euro zurückgelegt haben. Bei einem Ehepaar liegt schließlich das Risiko, dass einer der Partner ins Altersheim muss, bei 80 %.

Sicher glauben Sie, für den Ernstfall gut gerüstet zu sein.

Schließlich wissen Sie, dass die Pflege oft mehrere Jahre dauern kann und das das Geld oft knapp wird. Deshalb schließen viele Menschen eine Pflegezusatzversicherung ab, die die Zeit im Pflegeheim erleichtern soll. Wenn Sie oder Ihr Ehegatte ins Altersheim müssen, reicht das Geld oft nicht aus, das Heim frisst die Pflegezusatzversicherung gänzlich auf. Die „Frauenrente“ reicht sowieso nicht aus, Kosten für Haus und Auto übersteigen schnell das Einkommen.

Ihnen sollte klar sein, dass zusätzliche Mittel nötig sind, Pflegeheime sind teuer.

Bei Pflegestufe II kostet die Unterbringung in einem Heim ca. 3.000,00 Euro, die Pflegekasse zahlt allerdings nur 1.279,00 Euro. Die Rente reicht natürlich nicht aus, Sie müssen rund 1.700,00 Euro selbst aufbringen. Wenn Sie also nichts zurücklegen, dann dürfen Sie dieses Geld nicht für die Pflege rechnen. Sie können unbesorgt 100,000,00 Euro ansetzen, das kosten fünf Jahre Pflege auf jeden Fall.

Ziehen Sie also die Summe ab, die Ihnen die gesetzliche Pflegeversicherung bezahlt, dann erhalten Sie ziemlich genau den Betrag, der von Ihnen geleistet werden muss. Machen Sie eine genaue Aufstellung, das wird Ihnen helfen, die Kosten zu ermitteln. Sie müssen eine doppelte Haushaltsführung ebenso einrechnen, wie die Kosten für Frisör, Hygieneartikel oder die Medikamentenzuzahlung. Dann erst können Sie abschätzen, in welcher Höhe Sie sich absichern müssen.