Riester-Zulagen auf Rekordniveau

Die Deutsche Rentenversicherung hat Anfang Februar 2014 eine Statistik vorgelegt, aus der ein neues Rekordniveau bei den Riester-Zulagen hervorgeht. Die Zahl der Riester-Sparer hat inzwischen die 10-Millionen-Grenze geknackt. Vor allem Haushalte mit eher niedrigem Familieneinkommen profitieren vom Fördermodell.

Zahlen entsprechend Jahresendstand 2010

Die Statistik wurde Anfang 2014 für das Jahr 2010 vorgelegt, denn Riester-Sparer haben immer zwei Jahre Zeit, ihre Zulagen für das vergangene Beitragsjahr zu beantragen. Erst Ende 2012 waren alle Zulagen für 2010 beantragt, erst 2013 wurden die entsprechenden Daten ausgewertet. Die Zahl der Riester-Sparer könnte also aktuell noch weitaus höher liegen. Sicher ist, dass im Jahr 2010 insgesamt 2,6 Milliarden Euro für die Riester-Förderung ausgegeben wurden, was einem Durchschnitt von rund 260 Euro pro Sparer entsprach. Die Zulagenempfänger waren hauptsächlich Haushalte mit einem Einkommen unter 30.000 Euro jährlich. Die DRV rechnet damit, dass bei der Auswertung der Jahre 2011 und 2012 der Anteil der Riester-Förderempfänger mit Jahreseinkünften unter 10.000 Euro stark ansteigen könnte.

Überraschend positive Zahlen

In den Jahren seit 2012 war die Riester-Rente zunehmend in die Kritik geraten, die Zahl der Neuabschlüsse sank kontinuierlich bis auf den Wohn-Riester, der sich eines unbebrochenen Zuspruchs erfreut. Daher überraschen die jetzt vorgelegten, allerdings sehr belastbaren Zahlen der DRV. Die Neuabschlüsse waren von einer Million im Jahr 2011 auf 79.000 im ersten Halbjahr 2013 gesunken, hochgerechnet auf das Gesamtjahr ein Rückgang auf wahrscheinlich nur noch knapp 16 Prozent. Ohne Wohn-Riester würde sich die Lage noch weitaus schlechter darstellen. Verbraucherschützer empfehlen das Modell nach wie vor, die Versicherer fordern höhere Zulagen.