Studie bestätigt: Privatversicherte fühlen sich besser

Das Meinungsforschungsinstitut Nielsen wollte in einer aktuellen Umfrage von Anfang 2014 wissen, wer sich eigentlich besser (gesünder) fühlt: Versicherte der gesetzlichen oder der privaten Kassen? Es ging ausdrücklich um die gefühlte, nicht die gemessene Gesundheit. PKV-Patienten und erst recht gesetzlich Versicherte mit privaten Zusatzversicherungen haben hier eindeutig die Nase vorn.

Vorteile für PKV-Patienten.

Die subjektiv empfundene bessere Gesundheit der PKV-Patienten liegt auch an gewissen Umständen wie etwa der bevorzugten Behandlung beim Arzt. "Patient zweiter Klasse" zu sein kann einen körperlich angeschlagenen Kassenpatienten wohl so sehr nerven, dass die Genesung noch etwas länger dauert. Übrigens darf der Studie Objektivität unterstellt werden: Nicht etwa der PKV-Verband hatte sie in Auftrag gegeben, sondern der Bundesverband der Arzneimittelhersteller, und Medikamente werden vorrangig aus den Töpfen der gesetzlichen Kassen finanziert. Ein weiterer Grund könnte zum subjektiven Empfinden der Privatpatienten beitragen: Fast alle von ihnen profitieren vom Gesundsein, nämlich seltenen Arztbesuchen, auf handfeste Weise in finanzieller Hinsicht. Entweder sie erhalten Beitragserstattungen ihrer Kasse, wenn sie keine Rechnungen einreichen, oder sie müssen als sehr preiswert privat Versicherte mit hoher Selbstbeteiligung nicht Behandlungen selbst bezahlen. Wenn es ans eigene Geld geht, fühlt man sich gleich viel gesünder.

Die Ergebnisse in Zahlen.

Von den befragten Privatversicherten fühlen sich 61 % rundum wohl, von den GKV-Patienten nur 49 %, wenn sie keinen privaten Zusatzschutz hatten. Dieser muss allerdings in Verbindung mit der gesetzlichen Versicherung als das Nonplusultra gelten, denn gesetzlich Versicherte mit privatem Zusatzschutz fühlen sich zu 62 % sehr gesund.