Zusatzbeiträge: Krankenversicherung wird deutlich teurer, oder?...

Derzeit wird kein Zusatzbeitrag erhoben, aber das könnte sich schnell ändern. Gesetzlich Krankenversicherte müssten dann mehr zahlen, der Beitrag würde um satte zwei Prozent steigen.

Momentan haben Krankenkassen zwar die Möglichkeit, einen Zusatzbeitrag zu verlangen, doch trotz erheblicher finanzieller Schwierigkeiten, verzichten die Kassen oft ganz darauf. Zu hoch ist die Angst, dass Mitglieder abwandern könnten und zu einer günstiger Krankenkasse wechseln. Das dürfte sich in Zukunft als schwierig erweisen, der Krankenkassenbeitrag soll nämlich gesenkt werden und zwar von derzeit 15,5 % auf 14,6 %. Krankenkassen wird nichts anderes übrig bleiben, als durch einen Zusatzbeitrag ihr Einkommen zu verbessern. Dadurch fällt auch der Sozialausgleich weg, Menschen mit niedrigem Einkommen werden ebenso herangezogen, wie finanziell Bessergestellte.

Gesetzlich Versicherte müssen also mehr bezahlen, ein Zusatzbeitrag von 2 % ist nicht auszuschließen.

Es entstehen so Mehrbelastungen von ca. 17 – 40 Euro im Monat. Der Bundeszuschuss für gesetzliche Krankenkassen sollte nicht weiter gekürzt werden, schon 2013 wurde er von 14 Milliarden auf 11,5Milliarden reduziert. Damit werden Schwangerschaft, Familienmitversicherung und Mutterschaftsgeld finanziert, diese Kosten müssten dann von den Kassen größtenteils selbst getragen werden. Krankenkassen werden das aber ihren Versicherten anlasten, der Beitrag muss unweigerlich steigen. Experten warnen eindringlich, die Zusatzbeiträge können Versicherte einfach nicht mehr aufbringen und gerade niedrige Einkommen rutschten in die Armut ab.